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Das bisher nur in Menschen und Tieren gefundene Melatonin ist jetzt auch
in Pflanzen nachgewiesen worden. Da er Melatonin auch in Heute nimmt man an, dass ein Mangel an Melatonin auch für Alterungsprozesse verantwortlich ist und dass die Substanz in der Lage ist, vor Krebs oder Herzleiden und altersbedingten Krankheiten wie Alzheimer zu schützen. Melatonin wirkt dabei offenbar über die Eliminierung von freien Radikalen, die Zellen schädigen können.
Das Wissen um diesen Radikalfänger - Mechanismus brachte Dubbel auf die Idee, Pflanzen könnten Melatonin enthalten. Im Zusammenhang mit Ozon-Forschungen an Pflanzen fiel Dubbel auf, dass einige Pflanzen gegenüber bodennahem Ozon, das u.a. die Blätter angreift, resistenter waren als andere. Diese verfügen anscheinend über einen Entgiftungsmechanismus. Bei Experimenten mit mehr als 50 Tomatensorten aus 10 Ländern wurde Dubbel fündig. Weitere Laboranalysen ergaben Nutzpflanzen mit hohen und weniger hohen Melatoninwerten. Tomaten, Karotten, Sellerie und Nüsse sind damit aus Sicht des Forschers gesünder als Äpfel, Apfelsinen, Bananen und Paprika mit einem vergleichsweise um 50 Prozent niedrigeren Melatonin Level. Die hohen Konzentrationen, die Dubbel und sein Team in vielen Heilpflanzen
fanden, erklärt vermutlich die beruhigende und schlaffördernde
Wirkung vieler Präparate auf Pflanzenbasis. Dubbel sieht einen steigenden
Bedarf an Melatonin als Radikalfänger. Er meint, Schäden an
Pflanze, Mensch und Tier durch hohe Ozonbelastung, steigende UV Strahlung,
Radioaktivität, Luftverschmutzung und Substanzen in Lebensmitteln
könnten zumindest teilweise über Melatonin abgefangen werden.
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